Dritter Vortrag
Es gibt nun Menschen, die beginnen anzuwenden auf sich die Regeln von meiner Schrift «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», die Regeln, welche man diejenigen der okkulten Entwickelung nennt. Sie wenden sie vielleicht sehr lange an; aber dann kommen sie nach Jahren und sagen: Ich habe immer und immer geübt, ich habe alle möglichen Übungen gemacht; ich sehe nichts, ich höre nichts von der geistigen Welt. Mein Sinn für die geistige Welt will sich nicht öffnen. - Vielleicht ist das, was diese Menschen sagen, ganz falsch; es kann ganz falsch sein. Die Betreffenden können längst den Eintritt in die geistige Welt gefunden haben, können Wahrnehmungen haben in der geistigen Welt. Aber die Wahrnehmungen verschwinden in dem Moment, wo sie gemacht werden, weil diese Wahrnehmungen sich dem physischen Gedächtnis nicht einverleiben können. Daß man etwas wissen kann von seinen geistigen Erlebnissen, hängt nämlich von ganz etwas anderem ab als vom Gedächtnis. Und ich möchte Ihnen nun klarmachen, wovon es abhängt.
Cite:
GA 162/1915-05-29/p017 · edition original