Dritter Vortrag
Seien wir uns wohl klar: wir müssen wirklich unendlich viel tätiger, aktiver sein gegenüber den Erlebnissen in der geistigen Welt als gegenüber den Erlebnissen in der physischen Welt. Gegenüber den Erlebnissen in der physischen Welt bildet sich wirklich etwas in uns, was, ich möchte sagen, nach und nach äußerste Dichtigkeit erlangt. Etwas innerlich Vielfältiges, Mannigfaltiges in uns ist dieses. Diese vielen Menschen, die man da in sich hat, die gehen mit einem durch das Leben, sind etwas Fertiges. Das erleichtert einem das Leben in der physischen Welt, weil einem abgenommen wird die Arbeit, die man beim okkulten Erleben in der geistigen Welt immer wiederum und wiederum machen muß, wenn man das Erlebnis wieder haben will. Erinnern kann man sich nur an die Bedingungen, durch die man das Erlebnis herbeigeführt hat, also niemals an das okkult Erlebte, sondern nur an die Art, wie es herbeigeführt wurde. Und Sie müssen diese Art, die Bedingung wieder herbeiführen, dann können Sie das okkulte Erlebnis wieder haben.
Cite:
GA 162/1915-05-29/p021 · edition original