Dritter Vortrag
Die Menschen dürsten alle nach Erhaltung nach dem Tode, nach Unsterblichkeit, sie dürsten alle danach, etwas darüber zu wissen, daß sie nach dem Tode noch da sind. Aber sie bilden den heimlichen Gedanken: Wenn alles das zugrunde geht, was da in mir ist, was ich habe auf dem physischen Plan, was ist denn dann noch da? Daß das gerade nach dem Tode weggehen muß, daß der Vorhang nicht nur zerreißt, daß er aufgelöst werden muß, damit der Mensch hervortreten kann: das ist für den, der in der geistigen Erkenntnis aufsteigt, selbstverständlich.
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GA 162/1915-05-29/p047 · edition original