{"corpus":"steiner","locus":"GA 162/1915-07-25/p007","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Es muß doch den meisten Menschen auffallen, wenn die Verhältnisse günstig sind, daß sie aus dem Schlafe heraus aufwachen nicht wie aus einem Nichts, sondern daß sie heraustauchen aus dem Schlafe wie aus einem vollen, aber viel ätherischeren, leichteren Weben und Leben, als dasjenige ist, das wir durchmachen vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Es wird gewiß manchem schon beigefallen sein, aufgefallen sein im Aufwachen, daß er während des Schlafens in einem Elemente lebte, in dem er so darinnen steht, daß er eigentlich während dieses Schlafes gescheiter ist als während des Wachens. Das muß ja doch der größte Teil der Menschen durchgemacht haben, daß sie im Aufwachen sich gesagt haben: Ja, da kam dieses oder jenes; es stellte sich vor meine Seele. Ich weiß ganz genau, ich habe da etwas erlebt, was ich jetzt nicht deutlich genug hereinbringen kann in das Wachbewußtsein. - Und dann kann man sich gewissermafßen dumm vorkommen gegenüber der Gescheitheit, in der man war in diesem nächtlichen Weben und Leben, in diesem viel ätherischeren Elemente, als das Leben der physischen Welt ist vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Man war mit seinem ganzen Wesen - dessen muß man sich klar sein - untergetaucht in ein Weben und Leben, das in ähnlicher Art um uns herum ist wie das physische Leben und Weben vor dem physischen Bewußtsein, das nur nicht erfaßt werden kann von diesem physischen Bewußtsein, das gewissermaßen zumeist vollständig vergessen wird im Momente des Aufwachens.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Neunter Vortrag","site_heading":null,"date":"1915-07-25","location":null,"word_count":238,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/162/1915-07-25/p007","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/162/1915-07-25/p007"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/162/1915-07-25/p007","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}