Neunter Vortrag

GA 162/1915-07-25/p031 ·1915-07-25 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Betrachten wir jetzt den anderen Fall. Was würde geschehen, wenn wir nicht der Tatsache unterlägen, daß beim Aufwachen Ahriman in Anspruch nimmt dasjenige, was nächtliches Erleben in uns ist? Was würde mit uns eintreten beim Aufwachen? Wir würden hineinbekommen in unser Tagesbewußtsein den ganzen Zusammenhang mit den Nachterlebnissen. Wir würden, mit anderen Worten, die ganze geistige Welt in unser Tagesbewußtsein hineinbekommen, und es würde sich hineinmischen in das, was wir als Tagesbewußtsein haben, dasjenige, was das nächtliche Durchleben darstellt. So zusammen würde man es nicht haben können, wie wir jetzt unser Tagesbewußtsein haben zusammen mit den nächtlichen Erlebnissen, aus dem Grunde, weil dieses Tagesbewußtsein auftritt in einer Weise, wie sie durch Luzifer gekommen ist. Aber wenn Luzifer dieses Tagesbewußtsein nicht beeinflußt hätte in der charakterisierten Weise, so würden wir in ganz anderer Weise an die Dinge herantreten. Dann würde vereinbar sein mit diesem Herantreten an die Dinge das Hereinleben desjenigen, was wir nächtlich durchleben. Das würde eine ganz beträchtliche Veränderung hervorrufen in alledem, was wir während des Tages erleben.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/162/1915-07-25/p031.json
Cite: GA 162/1915-07-25/p031 · edition original