Neunter Vortrag

GA 162/1915-07-25/p033 ·1915-07-25 · original (original)
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So wie es jetzt ist, treten wir einem Menschen entgegen; wir kommen diesem Menschen entgegen, wir sagen uns: diesen Menschen kenne ich. - Aber warum sagen wir uns das: diesen Menschen kenne ich? - Nur aus dem einfachen Grunde, weil wir ihn früher schon gesehen haben während der Tageserlebnisse. Wir kombinieren das eine Tagerlebnis mit dem anderen, und das drückt sich so aus, daß wir sagen: Wir kennen diesen Menschen. - Ganz anders wäre es, wenn wir die Nachterlebnisse in der angedeuteten Weise hereinbrächten. Dann würden wir bei Tage wissen: dieses oder jenes geistige Wesen entspricht ihm. Wir würden ihn in der Nacht erlebt haben, wir würden ihn identifizieren können mit seinem geistigen Hintergrund, wir würden sein Physisches vom Geistigen durchwebt haben. So würde sich uns die ganze Welt konkretisieren, durchweben mit Geistigem. So aber, durch die luziferische Verführung, kann das nicht sein. Das Geistige bleibt aus; es bleibt uns nicht. Ahriman nimmt es für sich in Anspruch und so bleibt es nur dadrinnen im Ätherleibe (Zeichnung b, Seite 179); dadrinnen im Ätherleibe sitzt es, es kommt nicht zur Konkretisierung. Es kommt nicht dazu, daß man es wirklich in den Dingen sieht. Man kann nur sagen: Ich fühle in meinem Ätherleibe, daß dieses Geistige da ist als Weben und Leben. Man fühlt es im Allgemeinen, aber man bekommt es nicht herauf in die Anschauung.

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