Dreizehnter Vortrag
Es ist interessant, daß in den ersten Kinderjahren das Kind, wenn auch schwach und traumhaft, wirklich dieses Bewußtsein hat. Es achtet nicht auf die Außenwelt, sondern merkt auf dasjenige, was es als Wahrnehmungen in seinem eigenen Inneren hat. Das hört später immer mehr und mehr auf. Die Kinder sind vorzüglich an dem eigenen Leibe interessiert, achten nicht der Außenwelt, sondern haben eben ein traumhaftes Bewußtsein, so daß sie da eingeschlossen sind wie in einer Sphäre, die wirklich die Wirkungen der Außenwelt wie Bilder da hereinbringt. Das Kind fühlt wirklich die Haut als eine Art Umhüllung und achtet auf dasjenige, was als Gemälde und Töne dadrinnen stattfindet.
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GA 162/1915-08-08/p018 · edition original