Dreizehnter Vortrag
Nun ist aber auch der Mensch als ein ethisch-moralisches Wesen dadurch in die Welt hereingestellt; denn wir könnten so manches nicht erleben als Menschen, wenn wir nicht dieses Hervorstrecken der Wirksamkeit Luzifers in uns hätten. Wir wären zum Beispiel niemals zornig oder ängstlich, wir würden nicht hassen, uns nicht verfolgt glauben, keine Antipathie gegen einen Menschen entwikkeln: das alles würden wir nicht können. Es würde dem Menschen niemals gelungen sein, wenn Luzifer ihm nicht vorgearbeitet hätte, irgendein Schimpfwort oder ein dem anderen Menschen abträgliches Wort der Sprache einzuverleiben. Nur durch die Wirkungen Luzifers ist es möglich, daß wir zornig oder ängstlich sind, daß wir Haß oder abträgliche Gesinnung gegen den anderen Menschen entwickeln, oder daß wir ihn beschimpfen und so weiter.
Cite:
GA 162/1915-08-08/p023 · edition original