Erster Vortrag
Sie sehen also, daß es möglich ist, in einer gewissen Weise mathematisch formelhaft auszudrücken, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, daß irgendein Ereignis eintritt. Man kann nun das auf alles mögliche anwenden. Ich brauche Ihnen aber nicht mehr als dieses Prinzip hier zu erklären; Sie sehen, daß man in mathematischen Formeln ausdrücken kann, was man fühlt. Fühlen kann man immer, daß es in einem gewissen Grade unwahrscheinlich ist, daß da eine Sechs geworfen wird, aber die Wahrscheinlichkeit ist 1/6, und mit zwei Würfeln ist sie 1/38 und so weiter. Also man kann gewissermaßen solche Gefühle, solche Empfindungen mathematisch ausdrücken.
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GA 163/1915-08-23/p009 · edition original