Zweiter Vortrag

GA 163/1915-08-27/p003 ·1915-08-27 · original (original)
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In dem Verlauf der letzten Vorträge habe ich darauf aufmerksam gemacht, daß über ein Problem, über eine Frage noch viel zu sagen sein wird, obwohl gerade dieses Problem schon von den verschiedensten Gesichtspunkten hier behandelt worden ist. Es ist die Frage nach dem Wechselzustande im Menschen von Wachen und Schlafen. Nun habe ich immer wieder, wenn ich über dieses Problem auch öffentlich gesprochen habe, darauf aufmerksam gemacht, wie ja auch vom Standpunkte unserer mehr materialistischen Wissenschaft dieses Problem des Schlafes vorhanden ist und behandelt wird. Ich habe auch einige von den verschiedenen Lösungsversuchen bei der oder jener Gelegenheit angeführt. Ich habe die sogenannte Ermüdungstheorie angeführt. Es ist nur eine von den vielen Theorien, die im Laufe der letzten Jahrzehnte für die Wechselbeziehung von Schlaf und Wachen geltend gemacht worden sind, die Theorie, daß der Mensch durch seine Tagesarbeit, überhaupt durch sein Verhalten während des Wachbewußtseins-Zustandes, Ermüdungsstoffe absondert, und daß der Schlafzustand geeignet ist, diese Ermüdungsstoffe wiederum durch irgendwelche Prozesse fortzuschaffen, so daß der Mensch während eines folgenden Zyklus von Wachbewußtsein eben neue Ermüdungsstoffe bilden könne.

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