Zweiter Vortrag

GA 163/1915-08-27/p005 ·1915-08-27 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Nun, bei der Frage nach der Wechselbeziehung zwischen Schlafen und Wachen muß vor allen Dingen in Betracht gezogen werden, wie man den Gesichtspunkt zu gewinnen hat gegenüber diesen zwei Zuständen des Menschen: dem wachen Tagesbewußtsein und dem Schlafbewußtsein. Und da handelt es sich darum, daß sich gewisse Erscheinungen innerhalb unseres Lebens gar nicht anders ins rechte Licht setzen lassen, als wenn man berücksichtigt, was in einem sehr, sehr frühen Stadium unserer geisteswissenschaftlichen Bestrebungen geltend gemacht worden ist. Ich habe sehr früh darauf aufmerksam gemacht, daß, wenn man die Weltenevolution überblicken wolle, man vor allen Dingen ins Auge zu fassen habe sieben Bewußtseinszustände — ich habe sie dazumal aufgezählt -, dann sieben Lebenszustände und sieben Formzustände. Nun gibt es Fragen des Lebens, die man beantworten kann, wenn man sich bloß an die Veränderung der Formen hält; es gibt solche Fragen, die man beantworten kann, wenn man sich an die Metamorphose des Lebens hält. Aber man kann gewisse Erscheinungen im Leben, gewisse Tatsachen des Lebens gar nicht anders beantworten, als wenn man sich dazu erhebt, die verschiedenen Bewußtseinszustände ins Auge zu fassen, die in Betracht kommen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/163/1915-08-27/p005.json
Cite: GA 163/1915-08-27/p005 · edition original