Sechster Vortrag

GA 163/1915-09-04/p013 ·1915-09-04 · original (original)
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Nun habe ich Ihnen aber schon in früheren Vorträgen ausgeführt, daß die geistige Kraft, die dem Denken zugrunde liegt, sich verwandelt, wenn der hellsehend Erkennende loskommt vom physischen Leibe als seinem Werkzeug. Ich habe Ihnen gesagt, es sei, als ob alles Denken lebendig würde, als ob wir uns hineinleben nicht in eine solch passive Welt des Denkens, in der wir auf dem physischen Plane leben, sondern als ob alles Denken lebendig werde, als ob alles anfange sozusagen zu krabbeln, wenn wir uns da in die Welt der Imaginationen hineinfinden. Ich habe einmal einen drastischen Vergleich gebraucht — und zwar zuerst in München -, daß, wenn man in diese imaginative Welt hineinkommt, sich einem die Gedanken, die man vorher gewöhnt war, als ganz passive Tätigkeiten da und dorthin zu schicken und so zu kommandieren, so verwandeln, wie wenn man den Kopf in einen Ameisenhaufen oder in ein Wespennest hineinstecken würde und die Gedanken lebendig würden, wie wenn sie schwirren und wirbeln würden und jeder Gedanke eigenes Leben bekäme! Man muß das aushalten; man muß es so aushalten, daß man sich nicht unfrei fühlt, wenn man gleichsam sich selber entrissen wird durch dieses Eigenleben der Gedanken.

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