Sechster Vortrag
In einer ähnlichen Weise fühlen sich die Gnomen gegenüber ihrer Welt, in der sie sind. Wirklich, wenn ich so sagen kann, wenn man mit einem solchen Gnomen redet — es ist natürlich ein euphemistischer Ausdruck, aber man kann schon den Ausdruck gebrauchen, denn er entspricht der Wirklichkeit -, wenn man mit einem solchen Gnomen redet, dann sieht er auf die Welt, zu der er gehört, mit einer außerordentlichen Wehmut hin. Denn diese Welt, zu der er gehört, mit der hat er ja außerordentlich wenig zu tun. Er hat ungefähr so viel Einfluß auf diese Welt, wie der Mensch mit seinen äußeren Erkenntnissen Einfluß hat auf die umliegende physische Welt. Für die umliegende physische Welt ist es ziemlich gleichgültig, wie wir über sie mit dem Denken des physischen Planes denken. Ein Baum wächst nicht schneller und nicht langsamer, wenn wir mit der Erkenntnis des physischen Planes über ihn denken, oder wenn wir an ihm vorübergehen und nicht an ihn denken. Nur wir haben etwas davon ich habe es neulich schon ausgesprochen -, wenn wir über den Baum denken. Aber unser Gedanke ist für den Baum etwas Gleichgültiges.
Cite:
GA 163/1915-09-04/p023 · edition original