Siebenter Vortrag
Wir kommen diesem Rätsel nahe, wenn wir ein wenig das Verhältnis des menschlichen Ätherleibes zur Gesamtwelt ins Auge fassen. Jedem ist bekannt, denn das ist eine Tatsache des äußeren Lebens, daß wir altern in bezug auf unseren physischen Leib. Wir werden immer älter. Und worinnen das Älterwerden besteht, das weiß ja jeder. Und in bezug auf unseren Ätherleib ist das Umgekehrte der Fall: da werden wir nämlich immer jünger, richtig jünger! Und wenn wir ganz alte Leute geworden sind, so sind wir in bezug auf unseren physischen Leib alt, in bezug auf unseren Ätherleib jung geworden. Einige sind ja unter Ihnen, die auch das schon in Vorträgen von mir gehört haben, ich will aber heute über diese Sache noch einmal in einem anderen Zusammenhang sprechen. Wir müssen unseren Ätherleib so ausbilden im Verlaufe unseres Erdenlebens, daß wenn wir am Ende unseres Erdenlebens angekommen sind, unser astralischer Leib in diesen Ätherleib so eingebettet ist, daß er sich so drinnen fühlt, wie er beschaffen sein muß, um das nächste Leben in entsprechender Weise anzutreten. Man kann wirklich sagen: Wenn der Mensch alt, grau, runzlig geworden ist, so blüht sein Ätherleib auf, wird frisch; denn sein astralischer Leib muß sich dann gewöhnen, in einem Ätherleib so zu leben, daß da schon das Keimhafte drinnen liegt. Wie nun dieser astralische Leib in dem nächsten Erdenwerden die physische Leiblichkeit des Kindes durchdringt, wie er da drinnen arbeitet, das muß sich in einer gewissen Weise schon durch das Leben mit dem junggewordenen Ätherleib ausdrücken.
Cite:
GA 163/1915-09-05/p012 · edition original