Siebenter Vortrag

GA 163/1915-09-05/p017 ·1915-09-05 · original (original)
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Wenn der Mensch ein, wie man sagt, normales Alter, also ein Alter von siebzig, achtzig Jahren erreichen kann, ist sein Ätherleib sehr jung geworden. Und in diesem junggewordenen Ätherleib sitzt, ich möchte sagen, das Fazit seines Lebens, das Lebensergebnis darinnen, das drückt sich darinnen aus, und der astralische Leib ergreift dann Besitz davon. Denn das geschieht ja so: Stellen wir uns einmal vor, der Mensch hätte seinen physischen Leib abgelegt, der Ätherleib wäre aus dem physischen Leib herausgetreten. Während der Ätherleib noch im physischen Leib ist, kann er das, was er sich im Leben angeeignet hat an eigentlichen Kräften, nicht entfalten, weil er in den physischen Leib gebannt ist. Denken Sie sich, wir haben uns im Leben, das wir zuletzt auf der Erde gelebt haben, diese oder jene Fähigkeit erworben. Das bedeutet, daß wir uns diese Fähigkeit mit dem physischen Leib, den wir aus der vorhergehenden Inkarnation haben, erworben haben. Aber was wir in der jetzigen Inkarnation dazubekommen, dazu haben wir noch nicht die Organe, die müssen wir uns erst bilden für die nächste Inkarnation. Aber im Ätherleib, der elastischer, flüssiger ist als der physische Leib, sitzt das drinnen. Nur kann es sich nicht entfalten, solange der Ätherleib im physischen Leib drinnen ist. Ist jetzt der physische Leib abgefallen, dann wird der Ätherleib frei. Und dieser Ätherleib erscheint nun zunächst mit dem ganzen Ergebnis des Lebens, das wir eben durchlebt haben, wenn wir durch den Tod gegangen sind. Daher zeigt er auch das ganze Lebenspanorama, das sich während weniger Tage über das ganze verflossene Leben ausdehnt, damit wir all das, was wir lernen können, uns aneignen können, aus dem Lebenspanorama herausziehen können. Das geschieht eben in diesen paar Tagen, in denen wir dieses Lebenspanorama durchblicken.

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Cite: GA 163/1915-09-05/p017 · edition original