Siebenter Vortrag
Aber wie alles in der Welt nicht bloß auf Einseitigkeit beruht, sondern, wie ich Ihnen ausgeführt habe, auf Gleichgewicht beruhen muß, so muß das Menschenleben darauf beruhen, daß der Mensch einerseits in seinen physischen Organismus das ergießen kann, was beim Jüngern des Ätherleibs als Weisheit angehäuft wird für ein weiteres physisches Leben. [Andererseits werden die Willensimpulse Jungverstorbener benötigt.] Ich habe Ihnen an vielen Beispielen schon auseinandergesetzt, wie ganz jung gestorbene Kinder ihren Ätherleib unverwendet lassen. Wir selber leben in der Aura eines Ätherleibes, wie ich ausführte, hier in diesem Bau. Aus jenem Ätherleib heraus kommen diejenigen Impulse, die künstlerisch anregen können im Bau. Ich habe angeführt, wie ein zum Bau gehöriges Kind nach seinem Tode den Ätherleib hinterlassen hat und dieser Ätherleib eine Aura bildet, in die unser Bau eingebettet ist. Und wenn man wahrnehmen kann, was für Impulse kommen können aus diesem Ätherleib, dann hat man Unterstützung für die künstlerischen Impulse, die im Bau auszuleben sind.
Cite:
GA 163/1915-09-05/p024 · edition original