{"corpus":"steiner","locus":"GA 164/1915-09-18/p010","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Aber außerdem wird dort in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» gesagt, daß man gut tut, die Vorstellungen, die man sich gebildet hat, umgekehrt, also von dem Ende nach dem Anfang zurückzuverfolgen; und wenn man den Tag überschauen will, den Strom der Ereignisse vom Abend zum Morgen hin rückwärts verlaufend zu verfolgen. Dadurch muß man eine andere Kraftanstrengung machen, als sie gemacht wird auf dem Wege der gewöhnlichen Erinnerungen. Und diese andere Kraftanstrengung bringt einen dahin, gewissermaßen unter der Schwelle des Bewußtseins das zu erfassen, was man als Erlebnisvorstellung gehabt hat. Und im Laufe des Probierens kommt man darauf, zu empfinden, innerlich zu erleben, wie man da den Vorstellungen nachläuft, ihnen unter diese Schwelle des Bewußtseins hinunter nachläuft. Es ist wirklich hier ein Vorgang des inneren erlebnismäßigen Probierens, der in Betracht kommt. Doch handelt es sich darum, daß man diese Rückschau wirklich ernsthaftig macht, nicht so macht, daß man nach einiger Zeit in bezug auf den Ernst der Sache erlahmt. Dann aber, wenn man diesen Prozeß des Rückschauens längere Zeit macht, oder überhaupt den Prozeß des Heraufholens eines Erlebnisses aus der Erinnerung, einer erlebten Vorstellungswelt macht, so daß man die Sache umgekehrt vorstellt, also eine größere Kraft anwendet, als man anwenden muß, wenn man sich in der gewöhnlichen Folge erinnert, dann erlebt man nun auch, daß man nicht mehr in der Lage ist, die Vorstellung von einem gewissen Punkte an so aufzufassen, wie man sie im gewöhnlichen Leben eben auf dem physischen Plan aufgefaßt hat.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zweiter Vortrag","site_heading":null,"date":"1915-09-18","location":null,"word_count":246,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/164/1915-09-18/p010","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/164/1915-09-18/p010"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/164/1915-09-18/p010","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}