Sechster Vortrag

GA 164/1915-10-09/p022 ·1915-10-09 · original (original)
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Nun nehmen Sie das, was wir im Laufe der Jahre oft betrachtet haben - es gehört dies zur ersten Stufe dessen, was in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» steht, daß man die physische, die gegenständliche Anschauung auf eine höhere Stufe, in die imaginative Anschauung heraufheben kann. Aber erinnern Sie sich an die Charakteristik, die ich immer und immer wieder gegeben habe - in unzähligen Stellen unserer Zyklen steht das -, worin diese imaginative Anschauung besteht. Sie besteht darin, daß durch das Ich wieder in den ätherischen Leib zurückgearbeitet wird. Solange man nur gegenständliche Begriffe formt, wie es der Philosoph auch tut - denn daß er im Geist arbeitet, ist nur sein Größenwahn -, kommt man nicht weiter. Man muß dazu übergehen, daß man vom gegenständlichen zum imaginativen Erkennen aufsteigt, das heißt, sobald Leben in die Begriffe hineinkommt, kommt man aus dem bloßen Ich in den ätherischen Leib zurück. Man bearbeitet den astralischen Leib zum Geistselbst, das heißt, man kann sagen, die philosophischen Begriffe werden zu imaginativen Begriffen oder Vorstellungen, wenn man das Wort «Begriff» da noch anwenden kann.

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