Die Geistige Vereinigung Der Menschheit Durch Den Christus-Impuls
Diese drei Jahre hat nun der Christus ganz besonders benützen müssen — es sind drei ganz besonders ausgesonderte Jahre -, um nur mit den Erdenkräften in dem Menschen eine Gemeinschaft einzugehen, in denen sich das Irdische am Menschen noch am meisten bewahrt hat. Dazu wurde vorbereitet durch die beiden Jesus-Leiber, wie wir das auseinandergesetzt haben, bis zum dreißigsten Jahre hin der Christus-Leib, und dann, vom dreißigsten bis dreiunddreißigsten Jahre nahm der Christus Besitz von diesem Leib. Da, wo noch am meisten die Erdenkräfte wirken und wo Deformation eintreten konnte, da war die Entwickelung nicht mehr da, da trat eben der physische Tod ein. So ist wirklich in die Erdensphäre hereingekommen diese Christus-Sonnenwesenheit und hat sich dann auf die Art, wie ich ja öfters geschildert habe, mit dem ganzen Ätherleib der Erde vereinigt, ging über in die Erdenaura und wirkt nun in der Erdenaura weiter. Für den Menschen muß sie aber so wirken, daß der Mensch wirklich immer mehr begreift, daß ihm in dem Christus jener Gottesgeist auf die Erde geschickt worden ist, wodurch dasjenige, was durch den Widerpart Luzifer-Ahriman gegen die ursprünglichen Impulse in der Menschheit vereinzelt war, verschieden gemacht war,von innen heraus wiederum aufgehoben werde. In der äußeren Natur des Menschen wirken die guten geistigen Wesenheiten mit Luzifer und Ahriman zusammen. Dasjenige aber, was dem Menschen ursprünglich beim physischen Erdenanfang vorgesetzt war, von außen zu haben: Gleichheit über die ganze Erde hin, Möglichkeit des Menschennamens über die ganze Erde hin, das sollte durch den Christus-Geist nun von dem innersten Wesen des Menschen aus diesem Menschen gebracht werden. Das war eines aus der viel-, vielsinnigen Bedeutung des Mysteriums von Golgatha, daß mit dem Christus-Geiste der Erde etwas gegeben wurde, was, wenn es im richtigen Sinne verstanden wird, den Menschennamen wiederum möglich macht über die ganze Erdenmenschheit hin. Wenn dasjenige, was wirklich Inhalt des Christentums ist, was zum Teil schon geoffenbart ist durch das Christentum, was diejenigen erkunden werden, die mit Hinblick auf den Christus suchen werden in der geistigen Welt dasjenige, was der Christus fortwährend offenbart nach seinem Wort: «Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Erdenzeiten», wenn dasjenige nach und nach weiter herauskommt, was im Namen des Christus der Menschheit von innen heraus mitgeteilt werden kann, dann wird immer mehr dasjenige, was durch Luzifer und Ahriman in der Erdenmenschheit bewirkt worden ist, ausgeglichen werden können.
Cite:
GA 165/1916-01-09/p021 · edition original