{"corpus":"steiner","locus":"GA 165/1916-01-09/p026","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Allerdings, eine tiefe, tiefe Bedeutung dieses Christus-Impulses geht uns da auf. Aus wirklicher Erkenntnis heraus können wir sagen: Der Christus ist der Erretter der Menschheit von der Zersplitterung in Gruppen. Daß das noch nicht vollständig eingesehen werden kann von der ganzen Menschheit, das rührt eben davon her, daß das Alte nebeneinander sich erhalten hat. Wenn wir heute sehen, wie wenig noch einer der Nerven, die Gemeinsamkeit des Lebens im Christus-Impuls, von der Menschheit verstanden wird, dann hängt dies damit zusammen, daß dieses Begreifen von dem innersten Wesen des Menschen heraus ausgehen muß. Man muß sich darüber klarwerden, wie eigentlich in den nahezu zwei Jahrtausenden, in denen der Christus-Impuls innerhalb der Erdenaura wirkt, dieser Christus-Impuls unverstanden gewirkt hat. Denn vollständig verstanden werden kann er, wie wir oftmals hervorgehoben haben, erst durch dasjenige, was uns die Geisteswissenschaft erobert. Erst wenn eine Anzahl von Menschen immer mehr und mehr begreifen, denken, fühlen werden, was eigentlich in die Erdenentwickelung der Menschheit in dieser vierten nachatlantischen Periode hereingezogen ist, dann wird immer mehr dafür Verständnis kommen. Man kann es von der heutigen Menschheit noch nicht voll fordern. Denn denken Sie, wie wenig Menschen heute geneigt sind, anzuerkennen, daß diese vierte nachatlantische Periode, die griechisch-lateinische Zeit, eine solche prinzipielle, eine solche große Bedeutung hat in der ganzen Menschheitsentwickelung! Denken Sie, wie wenig Menschen heute geneigt sind, überhaupt eine solche nachatlantische Zeit anzuerkennen und das Griechisch-Lateinische in die Mitte hineinzustellen! Dazu ist eben notwendig, daß man aufgenommen hat diese Vorstellungen der Geisteswissenschaft. Man kommt sonst gar nicht darauf, das heißt, man kann nicht verstehen, wie es sich mit der Entwickelung der Menschheit verhält, wenn man diese Begriffe nicht aufgenommen hat.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Die Geistige Vereinigung Der Menschheit Durch Den Christus-Impuls","site_heading":null,"date":"1916-01-09","location":null,"word_count":273,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/165/1916-01-09/p026","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/165/1916-01-09/p026"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/165/1916-01-09/p026","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}