Die Geistige Vereinigung Der Menschheit Durch Den Christus-Impuls

GA 165/1916-01-09/p034 ·1916-01-09 · original (original)
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Aber man wird sich auch damit abfinden müssen, daß noch viele Rückschläge gegen diese geistige Erfassung des Christus-Impulses kommen. Dasjenige, was statt nacheinander nebeneinander aufgetreten ist, wird noch lange, lange auf der Erde Kräfte entfachen, die gegen eine geistige Erfassung der Menschheitsgleichheit über die ganze Erde hin ankämpfen. Das wird noch viele, viele furchtbare Stürme geben, und zum großen Teil haben diese Stürme den Sinn, den luziferisch-ahrimanischen Kampf fortzusetzen gegen den Christus-Impuls. Und es wird eine der größten, eine der schönsten, der bedeutendsten Errungenschaften sein, wenn wir schon in unserer Zeit wenigstens ein kleines Häuflein von Menschen sein können, die Verständnis für diesen Vereinheitlichungsgedanken der ganzen Menschheit haben, Verständnis dafür, wie luziferisch-ahrimanische Zurückgebliebenheiten auf der Erde Spezielles erstreben in einzelnen Menschengruppen mit Ausschluß anderer Menschengruppen. Es ist wirklich schwierig, heute schon ein letztes Wort über diese Dinge zu sagen. Ein letztesWort über diese Dinge gesprochen, würde heute, so wie die Menschenherzen einmal sind, eher aufreizend, eher bestürzend wirken, eher Widerstand, vielleicht sogar Haß und Schmähung herausfordern, als daß es im Sinne des Christus-Impulses wirkte. Aber so viel eben gesagt werden kann über dieses Prinzip im Christus-Impuls, das die Errettung der Menschheit aus der leiblichen Zersplitterung in die geistige Vereinheitlichung hinein ist, das muß ausgesprochen werden, denn das muß wirksam und immer wirksamer werden innerhalb der Menschheitsentwickelung. Ruhig und mutig muß man entgegengehen können der Vermannigfaltigung der Menschennatur, weil man weiß, man kann in alle die menschlichen Verschiedenheiten hinein ein Wort tragen, das nicht nur ein Wort des Sprechens, sondern das ein Wort der Kraft ist. Mögen Gruppen, die sich gegenseitig bekämpfen, innerhalb des Erdendaseins auftreten, mögen wir der einen oder der andern dieser Gruppen angehören, wissen können wir, daß wir in jede der Gruppen etwas hineintragen können, was sprechen darf: «Nicht ich, sondern der Christus in mir», und das, was der «Christus in mir» ist, das bewirkt keine Gruppierungen, das bewirkt, daß die Glorie des Menschennamens über die ganze Erde hin sich wirk lich ausbreiten kann. Das ist eine der praktischen Seiten, eine der moralisch-ethischen Sei ten unserer geisteswissenschaftlichen Bestrebungen, daß lebendig werden kann durch das Verständnis unserer Geisteswissenschaft dies, daß — in welche der sich bekämpfenden Menschengruppen wir auch unser Ich hineintragen — wir in die sich bekämpfenden Menschengruppen die Kraft hineintragen, die da kommt von dem Wort «Nicht ich, sondern der Christus in mir». Damit tragen wir etwas hinein, was der ganzen Menschheit, nicht einer einzelnen Gruppe angehört, und das ist dasjenige, was erst zum wahren geistigen Verständnis des Christentums führen kann.

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Cite: GA 165/1916-01-09/p034 · edition original