Zweiter Vortrag

GA 165/1916-01-16/p016 ·1916-01-16 · original (original)
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Scheinbar bringe ich stark Metaphysisch-Erkenntnistheoretisches jetzt mit etwas sehr Alltäglichem in Zusammenhang. Aber es ist genau dieselbe Rätselfrage; schade nur, daß wir nicht die Zeit haben, erkenntnistheoretisch auseinanderzusetzen, inwiefern es dieselbe Rätselfrage ist, Herr Bauer hat mich vor einigen Tagen auf etwas sehr Schönes nach dieser Richtung aufmerksam gemacht. Sie wissen, daß der Pfarrer R. bei seinem Vortrage, mit dem er unsere Geisteswissenschaft totgemacht hat, darauf hingewiesen hat: wenn einer nun nach unserem Bau heraufgehe, so müßte er aus all dem Unverständlichen, was da für Menschen hingestellt sei, sich etwa an den alten Matthias Claudius erinnern. Und der Pfarrer R. wollte sagen, daß der alte, gute, liebe Claudius dastehen und sagen müßte: Da droben walten diese Anthroposophen und wollen dasjenige, was nimmermehr erkannt werden kann, erkennen! Es ist eben für die Menschen nicht zu erkennen. — Und da zitierte er dann aus Matthias Claudius die Worte:

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