Zweiter Vortrag

GA 165/1916-01-16/p021 ·1916-01-16 · original (original)
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Sie sehen, es kommt darauf an, daß man versucht, mit seinem Denken, etwas allseitig zu sein. Selbstverständlich kann man aus der vierten Strophe, wenn sie sich auf den Pfarrer R. bezieht — wenn der Pfarrer R. sich mit allen bescheidenen Menschenkindern identifiziert —, das genaue Gegenteil schließen, als man schließen muß, wenn man die dritte Strophe dazunimmt. So ganz ohne Zusammenhang mit dem mehr Metaphysisch-Theoretischen, das ich angeführt habe, ist dieses letztere, triviale Beispiel nicht. Die Notwendigkeit besteht für die Menschen, sich klarzumachen, daß man, wenn man so etwas anschaut und über dieses Angeschaute darauflos denkt, unter Umständen das genaue Gegenteil von dem treffen kann, was wirklich wahr ist. Und das ist es, was einem ganz besonders entgegentritt, wenn der Übergang gemacht werden soll von dem Endlichen zu dem Unendlichen oder von dem Materiellen zu dem Geistigen oder dergleichen.

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