Zweiter Vortrag
Zu Ihren Empfindungen, Ihren Gefühlen möchte ich sprechen, damit Geisteswissenschaft in diese Empfindungen, in diese Gefühle einziehe und darin fest verankert werde, und es Menschen gebe, wie es sie geben soll und wie es sie geben muß, wenn wir in der Entwickelung der Menschheit weiterkommen wollen. In aller Bescheidenheit müssen wir dies denken, aber in dieser Bescheidenheit müssen wir es tun, denn es ist nicht geeignet, uns zum Größenwahn zu erziehen, sondern nur geeignet, in uns das Bedürfnis zu erzeugen, möglichst viel Kraft und möglichst viel Intensität darauf zu verwenden, so recht zu durchdringen das, was sich geistig verwirklichen will in der Entwickelungsgeschichte der Menschheit.
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GA 165/1916-01-16/p045 · edition original