Dritter Vortrag

GA 166/1916-01-30/p016 ·1916-01-30 · original (original)
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Es handelt sich darum, daß man, wenn man die Dinge so oberflächlich nach äußeren Urteilen ansieht, dann in der Tat dem wirklichen Geschehen der Welt gegenüber irregehen kann. Man geht irre aus dem Grunde, weil, wenn man es im Sinne der ersten Lehrer macht, man die Gegenwart beurteilt nach dem Toten der Vergangenheit, nach demjenigen, was in der Vergangenheit vergangen bleiben muß. Der dritte Lehrer hat von der Vergangenheit das Lebendige genommen und dieses Lebendige dadurch herausbekommen, daß er einfach die Charaktere studiert hat und durch das Studieren der Charaktere sich selber vollkommener gemacht hat, daß er vor allen Dingen darauf bedacht war, sich selber weiterzubringen dadurch, daß er seine Rückschau auf die Vergangenheit gemacht hat. Dann sagte er sich: Wenn ich mich dadurch weiterbringen kann, wird dasjenige, was ich in Zukunft zu tun habe, mit meinen größeren Fähigkeiten, die ich mir dadurch angeeignet habe, erreicht werden.

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