Dritter Vortrag

GA 166/1916-01-30/p037 ·1916-01-30 · original (original)
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Der zweite Mensch, der den Landbriefträger begleitet hat, der hat das alles freiwillig getan. Es ist nicht zu leugnen, daß er es freiwillig getan hat. Man könnte ja Ursachen suchen, aber die Ursachen liegen gegenüber der Notwendigkeit, in die der erste Briefträger versetzt ist, auf dem Gebiete der Freiheit. Er hat das alles freiwillig getan. Aber sehen Sie, eines folgt aus dieser Freiheit, ich möchte sagen mit Notwendigkeit. Sie werden nicht leugnen: wenn der zweite Mensch, der den ersten begleitet hat, das durch eine gewisse Zeit hindurch getan hat, so wird er zweifellos ein guter Briefträger geworden sein. Er wird das gut machen können, was der getan hat, den er begleitet hat. Und er wird es sogar besser machen können, weil er gewisse Fehler vermeiden wird. Aber wenn der erste die Fehler nicht gemacht hätte, dann würde er nicht auf diese Fehler gekommen sein. Man kann sich überhaupt gar nicht den Fall denken, daß es nützlich sein sollte für den zweiten, nun nachzudenken über die Fehler des ersten. Wenn man lebendig denkt, so wird man das als eine ganz unnütze Grübelei ansehen, wenn der zweite über die Fehler des ersten nachdenkt und sich damit beschäftigt. Gerade wenn er nicht über die Fehler nachdenkt, sondern lebendig alles mitmacht und nur die ganzen Vorgänge betrachtet, so wird es lebendig in ihn übergehen, und er wird von selber diese Fehler nicht machen.

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Cite: GA 166/1916-01-30/p037 · edition original