Dritter Vortrag

GA 166/1916-01-30/p041 ·1916-01-30 · original (original)
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Denken Sie einmal, Sie wollen einen äußeren Gegenstand sehen. Sie können ihn sehen, diesen äußeren Gegenstand, aber Sie können ihn unmöglich sehen, wenn Sie zwischen diesen Gegenstand und sich einen Spiegel setzen. Aber Sie sehen dann Ihr eigenes Auge. Wollen Sie den Gegenstand sehen, so müssen Sie verzichten, Ihr eigenes Auge zu sehen, und wollen Sie Ihr eigenes Auge sehen, müssen Sie verzichten, den Gegenstand zu sehen. - Nun ist durch eine merkwürdige Verkettung von Wesenheiten in der Welt dies so mit Bezug auf das menschliche Handeln und mit Bezug auf die menschliche Erkenntnis: alles dasjenige, was wir erkennen, erkennen wir in einer gewissen Weise durch einen Spiegel. Erkennen bedeutet immer, daß wir eigentlich in einer gewissen Weise durch eine Spiegelung erkennen.

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