Fünfter Vortrag
Nicht kann betrachtet werden, wie Sie sich ja durch eine leichte Besinnung selber überzeugen können, dasjenige, was man gewöhnlich bei uns den ätherischen Leib nennt. Der entzieht sich nun schon der gewöhnlichen physischen Betrachtung. Ebenso entzieht sich der gewöhnlichen physischen Betrachtung der astralische Leib, und das Ich erst recht, denn dasjenige, was das Ich ist - wir haben es ja oftmals ausgesprochen -, kann so wenig von außen betrachtet werden, daß nicht einmal der Name dafür dem Menschen von außen gegeben werden kann. Wenn Ihnen irgend jemand das Wort «Ich» zurufen würde, so würden Sie nie auf den Gedanken kommen können, daß er Ihr Ich meinen könnte. Er kann nur sein eigenes Ich meinen. Also von außen wird dieses Ich überhaupt gar nicht mehr bezeichnet. Dennoch aber ist es klar, daß der Mensch von diesem Ich etwas weiß. Von innen heraus bezeichnet er es. Also man kann immerhin sagen: Während der Ätherleib, während der astralische Leib für den physischen Plan unzugänglich sind, ist das Ich zunächst für diesen physischen Plan nicht unzugänglich. Wir sprechen, indem wir «ich» sprechen, von diesem Ich. Aber dabei bleibt doch das bestehen: So, wie etwa der physische Leib oder ein anderes physisches Ding, kann dieses Ich nicht gesehen werden. Es kann nicht mit den Sinnen irgendwie wahrgenommen werden.
Cite:
GA 166/1916-02-08/p004 · edition original