Fünfter Vortrag
Wie der Wille untertaucht auf der anderen Seite in unseren physischen Leib hinein oder in alles, was wir überhaupt sind, das bleibt wieder Geheimnis. Denn, nicht wahr, des Willens können Sie sich bewußt werden, und Schopenhauer hat deshalb im Willen das einzig Wirkliche gesehen, weil er zu der Ahnung gekommen ist, daß man im Willen eigentlich seiner selbst bewußt wird. Aber wie dieser Wille untertaucht, davon weiß man auf dem physischen Plane gar nichts. Vom physischen Plane wissen Sie im Grunde genommen nur, daß Sie in ihrem Ich den Willen fassen können. Ich ergreife diese Uhr, aber wie dieser Wille übergeht durch den Ätherleib hinunter in den physischen Leib und dann wirklich zu der Handlung des Uhr-Ergreifens wird, das bleibt für den physischen Leib selbst ein Geheimnis. Der Wille taucht also von dem Ich gleich in den physischen Leib hinein. Es bleibt im Ich nichts anderes vorhanden als das innere Erspüren des Willens, das innere Erleben des Willens.
Cite:
GA 166/1916-02-08/p009 · edition original