Fünfter Vortrag
Wir stehen im ersten Drittel. Drei Drittel wird diese fünfte nachatlantische Zeit selbstverständlich haben. In diesen drei Dritteln muß die nachatlantische Menschheit verschiedenes durchmachen. Das erste ist, daß dasjenige, was ich eben jetzt auseinandergesetzt habe, voll zum Bewußtsein der Menschheit kommt, daß die Menschheit wirklich wissen lernt, richtig wissen lernt, daß sie im Grunde genommen, indem sie den physischen Leib vor sich hat, dasjenige übersieht, was hinter diesem physischen Leibe steckt, überhaupt in allen Dingen übersieht, was hinter dem Physischen steckt. Im zweiten Drittel der fünften nachatlantischen Zeit werden sich - wenn Geisteswissenschaft Glück hat - immer mehr und mehr Menschen finden, welche wissen werden, daß allerdings mit dem, was wir da draußen sehen, etwas anderes verbunden ist, ein Ätherisch-Geistiges. Es wird dem Menschen das Bewußtsein aufdämmern, daß dasjenige, was verlorengegangen ist, im früheren Hellsehen vorhanden war und für das jetzige Verhältnis des Menschen zur Welt verlorengegangen ist; aber auf andere Weise, als es früher vor die Menschenseelen trat, wiedergefunden werden muß. Wir können die Aura nicht wieder so sehen, wie sie früher gesehen worden ist, aber es kann, wenn die Menschen sich bewußt werden, daß solche Übungen, wie sie in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» angeführt sind, angestellt werden, daraus folgen, daß sie auch ein Bewußtsein haben werden, wie man wiederum erkennen lernen kann, aber jetzt auf einem anderen Wege, daß das Aurische den Menschen umspielt, daß das Aurische auch alle anderen Dinge der Welt umspielt und sie durchdringt. Also davon werden die Menschen wiederum ein Bewußtsein erlangen.
Cite:
GA 166/1916-02-08/p018 · edition original