Fünfter Vortrag

GA 166/1916-02-08/p028 ·1916-02-08 · original (original)
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So drückt Ziehen sich noch vorsichtig aus, indem er nicht gleich eine Weltanschauung baut. Aber baut man eine Weltanschauung, dann fällt alle Möglichkeit weg, den Menschen für seine Taten zur Verantwortung zu ziehen, wenn man auf dem Boden steht, auf dem hier der Verfasser dieses Buches, der Halter dieser Vorträge steht. Das kommt deshalb, weil von diesen Leuten über die äußere Welt geträumt wird. Aufwachen würden sie in dem Augenblicke, wo sie dasjenige annehmen, was von der Geisteswissenschaft über die äußere Welt gesagt wird. Aber nun denken Sie, da haben diese Menschen eine Wissenschaft, die sie selbst zu dem Geständnisse führt: Also von all dem, was da von dem äußeren Leib hineinführt bis zum Ich des Menschen, von dem wissen wir nichts. - Aber im Ich müssen leben: erstens die ästhetischen, zweitens die ethischen Gesetze, und wenn wir genauer hinsehen sogar die logischen Gesetze. Das muß alles im Ich leben. Im Ich muß überhaupt das leben, was zum Willen führt. Es ist nichts in dieser Wissenschaft, was irgendwie als ein realer Impuls in dem Willen leben könnte. Es ist gar nichts davon in dieser Wissenschaft. Also ist etwas anderes notwendig.

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Cite: GA 166/1916-02-08/p028 · edition original