Fünfter Vortrag

GA 166/1916-02-08/p030 ·1916-02-08 · original (original)
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Wir können das in der Gegenwart wiederum tatsächlich nachweisen. Versuchen Sie einmal wirklich, aber unbefangen, auf die Art und Weise zu hören, wie heute über religiöse Impulse gesprochen wird. Da fühlen sich die Menschen am wohlsten, wenn ihnen nur ja nichts gesagt wird, warum dies oder jenes impulsiert werden soll, sondern wenn ihnen gesprochen wird so, daß sie ins Feuer kommen, daß ihnen Begriffe, über die sie nicht ganz zur Besinnung kommen, in die sie nebulos eingehüllt werden, beigebracht werden. Und denjenigen Redner auf diesem Gebiete wird man für den vorzüglichsten halten, der Feuer, Feuer, Feuer in die Seelen hineinbringt, der möglichst wenig darauf sieht, daß jede einzelne wirklich von Besinnung durchzogen ist. Die Träumenden kommen daher und sagen: Wir prüfen die Evangelien. Da finden wir nichts davon, daß in dem Jesus von Nazareth, wenn wir sein Dasein schon zugeben, wirklich irgendein außerirdisches Wesen gelebt hat. Wir brauchen uns nur zu erinnern, wie viele von den Träumern kommen und das Dasein des Christus eben einfach leugnen, weil es nicht auf dem äußeren physischen Plane nachgewiesen werden kann. Auf der anderen Seite stehen solche Theologen, die es nun auch nicht nachweisen können, und die daher über den Christus möglichst so reden, daß sie Begriffe bringen, die möglichst unklar sind, die möglichst zum Gefühl, zu den Trieben, zu den Instinkten sprechen.

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