{"corpus":"steiner","locus":"GA 166/1916-02-08/p034","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Diese Dinge müssen wir durchaus betrachten in ihrer, ich möchte sagen, geschichtlichen Notwendigkeit. Wenn das eintreten kann, daß Geisteswissenschaft auf der einen Seite an die Menschen heranbringt wenigstens die Anfangsgründe davon, wie man nun auf einem neuen Wege dasjenige wieder sehen kann, was verlorengegangen ist, wie man wiederum Impulse in die Willen hineinbringen kann, dann wird aus Freiheit heraus dasjenige der Menschheit werden, was Natur dem Menschen nimmermehr geben wird. Damit sehen Sie auch mit einer gewissen Notwendigkeit unser Programm geformt. Wenn Sie solch einen Vortrag hören, wie ich ihn am letzten Freitag gehalten habe, wie ich ihn schon öfters gehalten habe, in dem ich auf der einen Seite aufmerksam machen will auf die Entwickelung des Denkens, auf der anderen Seite auf die Entwickelung des Willens, darauf aufmerksam machen will, wie auf der einen Seite das Denken weitergeht, bis man den Willen im Denken entdeckt, bis man durch das Denken aus sich herauskommt, auf der anderen Seite den anderen Zuschauer findet, dann gibt man auf der anderen Seite, indem man das Denken so weit treibt, daß er aus sich herauskann, dem Menschen die Möglichkeit, daß er nicht hinplumpst, wenn er angerufen und aufgeweckt wird. Er plumpst deshalb hin, weil er das äußere Geschehen nicht erfassen kann und keine Stütze hat, an der er sich halten kann, wenn er bloß träumt und aufgeweckt wird. Das, woran man sich halten muß, ist das, wozu man durch die Entwickelung des Denkens kommen kann, daß man nicht in einen innerlich unorganischen, ungeordneten Zustand kommt, den man Katzenjammer nennt. Das wird dadurch bewirkt, daß der innere Zuschauer, von dem ich sprach, wirklich in Reinheit aus dem menschlichen Innern herauskommen kann. So hängt dasjenige, was vor allen Dingen der Menschheit mitgeteilt werden muß, innig zusammen mit den wirklichen inneren Gesetzen des menschlichen Fortschritts.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Fünfter Vortrag","site_heading":null,"date":"1916-02-08","location":null,"word_count":297,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/166/1916-02-08/p034","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/166/1916-02-08/p034"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/166/1916-02-08/p034","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}