Things in Past and Present in the Spirit of Man

GA 167/1916-04-25/p027 ·1916-04-25 · original (original)

Also möglichst schnell Wiedereinführung des Wotan- und des Thordienstes? Es ist allerdings eine Zeitschrift, in der auch einstmals die schmählichsten Angriffe gerade gegen unsere Sache erschienen sind. Es ist den Menschen schon heute nicht gestattet, sich einzuschließen in die Sehsphäre, die zwischen gewissen Scheuledern liegt und dann zwischen diesen Scheuledern allerlei Weltanschauungsprinzipien geltend zu machen. Was wird alles als Weltanschauungsprinzipien heute hoch verehrt! Ja, da macht man seine sonderbaren Erfahrungen. Und ganz frei, meine lieben Freunde, ist ja keineswegs diejenige Weltanschauung, die man so trivial die «theosophische» nennt, von dem Teilnehmen an diesem, sagen wir, allgemeinen Dusel. Dieser allgemeine Dusel ist eigentlich recht groß. Das mannigfaltigste Überhandnehmen dieses oder jenes Triebes, der durch das Überwuchern eines Teiles des Ätherleibes bewirkt wird — jetzt können Sie sich ja nach dieser Schilderung, die ich heute gegeben habe, das vorstellen —, das kommt zum Vorschein. Nicht wahr, Hochmut zum Beispiel, das ist ja etwas, was durch unser ganzes gegenwärtiges Schrifttum geht. Jeder läßt sich anmerken, wie bedeutend er eigentlich ist. Ohne das kann man ja heute schon fast gar nicht mehr schreiben, als daß sich die Leute anmerken lassen, wie bedeutend sie eigentlich sind. Ich habe oftmals gesagt: Darin besteht ein Teil der esoterischen Entwickelung, daß man einen Unsinn nicht bloß logisch als einen Unsinn empfindet, sondern daß man körperlichen Schmerz dabei empfinden kann. Diesen körperlichen Schmerz, der einen fast bis zur Verzweiflung bringen könnte, man kann ihn heute wahrhaftig recht, recht häufig spüren, wenn man dies oder jenes, sonst vielleicht ganz gescheite Dinge, durchliest.

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