{"corpus":"steiner","locus":"GA 167/1916-05-30/p004","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Sehen Sie, meine lieben Freunde, Jahrhunderte bevor das Mysterium von Golgatha sich vollzogen hat, war es etwas Großes, etwas Ungeheures, daß vom alten Indien die Lehre ausgegangen ist, welche in der Bhagavad Gita, in anderen Schriften des Orients verzeichnet ist. Das war dazumal etwas Großes, etwas Ungeheures, etwas Bedeutungsvolles. Und daß unsere Geisteswissenschaft nicht sich dazu hergibt, das Große, das ungeheuer Bedeutungsvolle solcher Erscheinungen etwa zu verkleinern, Sie können das aus dem Zyklus, der in Helsingfors gehalten worden ist über die Bhagavad Gita, entnehmen. Da wird schon auf das Große, auf das Ungeheure der tiefen Wahrheiten hingewiesen, die in der Bhagavad Gita stehen. Für den heutigen Menschen ist es auch durchaus gut, wenn er sich in dieser Weise in dasjenige vertieft, was dazumal für die Menschheit ein Großes, ein Ungeheures war. Aber über die Menschheit hinweggegangen ist das Mysterium von Golgatha, welches uns im Grunde genommen eine wirkliche geschichtliche Auffassung der Erdentwickelung erst nahelegt, aus dem Grunde, weil wir, wenn wir das Mysterium von Golgatha richtig verstehen, unterscheiden zwischen der Zeit, die dem Mysterium von Golgatha vorangegangen ist als eine Vorbereitungszeit, und der Zeit, die da nachfolgt dem Mysterium von Golgatha. Der Orient hat diese Begriffe der Entwickelung des geschichtlichen Fortschreitens eigentlich gar nicht, weil der Orient eben ein wirkliches Verständnis auch für das Mysterium von Golgatha nicht gewinnen kann. Für den Orient gibt es eine ein für allemal gültige vorhandene Wahrheit, nicht eine Entwickelung der Wahrheit.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Homo oeconomus","site_heading":null,"date":"1916-05-30","location":null,"word_count":237,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/167/1916-05-30/p004","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/167/1916-05-30/p004"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/167/1916-05-30/p004"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}