{"corpus":"steiner","locus":"GA 167/1916-05-30/p006","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nun rede ich Ihnen hier nicht von einem Abstraktum, sondern ich rede so, weil ich Sie aufmerksam machen will auf eine gar sehr bestehende konkrete Erscheinung. Es ist im Jahre 1912 ein Buch erschienen, das heißt: «Das hohe Ziel der Erkenntnis. Aranada Upanishad» von Omar al Raschid Bey. Ich bemerke ausdrücklich, daß) Omar al Raschid Bey kein Türke ist, daß das nichts mit Mohammedanismus zu tun hat; er ist aus rein äußerlichen Gründen ein Türke geworden. Es kann uns hier nicht weiter interessieren, warum er Türke geworden ist. Er hat etwas zu vollziehen gehabt, was man in Deutschland — er ist ein guter Deutscher — nicht machen kann nämlich, wenn man nicht Türke wird, und da wurde er denn Türke. Omar al Raschid Bey wurde außerdem Brahmane und schrieb «Das hohe Ziel der Erkenntnis. Aranada Upanishad.» Herausgegeben nach seinem Tode ist dieses «Hohe Ziel der Erkenntnis» von seiner Frau, Helene Böhlau al Raschid Bey. Ich bemerke, daß nichts gesagt sein soll gegen die vorzüglichen «Ratsmädelgeschichten» und ähnliches, das Helene Böhlau früher geschrieben hat. Das ist ja nicht nötig, daß man in Bausch und Bogen eine ganze Persönlichkeit verurteilt. Aber die Vorrede, die die frühere Helene Böhlau, spätere Helene Böhlau al Raschid Bey, zu diesem Werke geschrieben hat, die wäre allerdings besser unterblieben. Nun sehen wir wirklich in diesem «Hohen Ziel der Erkenntnis» auftreten im Jahre 1912 dasjenige, was eben Jahrhunderte vor dem Mysterium von Golgatha hätte da sein dürfen, also etwas, was im eminentesten Sinne, ganz im technischen Sinne des Begriffes als etwas Luziferisches aufzufassen ist.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Homo oeconomus","site_heading":null,"date":"1916-05-30","location":null,"word_count":256,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/167/1916-05-30/p006","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/167/1916-05-30/p006"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/167/1916-05-30/p006"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}