Homo oeconomus

GA 167/1916-05-30/p011 ·1916-05-30 · original (original)
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«Wortlos das Letzte»! Und damit das besonders unterstrichen ist, macht uns Frau Helene Böhlau al Raschid Bey noch darauf aufmerksam, daß wir das besonders tief aufzufassen haben: «Wortlos das Letzte», weil sie aus der Schülerschaft zu dem, was in diesem Buche steht, selbst erkannt hätte, wie menschliche Worte nicht ausreichen, das Tiefste zu sagen. Also es ist viel Tieferes, als darin gesagt ist, selbstverständlich! Denn das wortlose Wissen, an das zuletzt appelliert wird, das muß natürlich ganz besonders tief sein! Findet man schon unendlich tief, was er sagt, wie sollte man nicht dasjenige unendlich tief finden, was er nicht sagt! Allerdings, meine lieben Freunde: solches zu schreiben, solches zu denken und solches zu halten, sind noch zweierlei Dinge. Denn: «Wortlos das Letzte» — also das andere sind Worte, die eben noch nicht das Tiefste geben. Aber es wird gleich begonnen mit einer ungeheuer tiefen Anschauung. So zum Beispiel mit der ungeheuer tiefen Anschauung, die ja ganz in der Sprachweise jener alten orientalischen Weisheit ist: Wenn ich hier stehe, und einer steht hier, so steht er von mir links. Ich sage mit Recht: er steht links von mir. Aber wenn ein anderer dort steht, so steht derselbe Mensch rechts von ihm, so daß also rechts und links gar keine absoluten Bezeichnungen sind. Wenn ich ihn bezeichne, ist er links; wenn er ihn bezeichnet drüben, ist er rechts. Also: rechts und links ist Maya. Wie könnte man einen besseren Begriff geben von Maya, als den, daß links nur eine Bezeichnung ist, die von außen hinzugefügt ist! Und ungefähr in dieser «Tiefe» geht es auch weiter; denn die Tiefe wird im Grunde genommen hauptsächlich dadurch erzeugt, daß immer gesagt wird, es sei «abgrundartig tief».

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Cite: GA 167/1916-05-30/p011 · edition original