Homo oeconomus

GA 167/1916-05-30/p028 ·1916-05-30 · original (original)
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Mit echter, anschaulicher Sehergabe, aus der Wirklichkeit heraus ist diese Sache, Hamerlings «Homunkulus», geschrieben. Denn die Welt gibt es ja natürlich nicht, die der Homunkulismus sich vorstellt. Aber die Leute können so ihr Denken einrichten, wie es im Sinne des Homunkulismus ist, und dadurch können sie — wenigstens für ein gewisses Zeitalter — unter den Menschen ein Homunkeltum des Denkens begründen. Das war Hamerlings Meinung: Das Homunkeltum zieht herauf, das Homunkeltum erfaßt die Menschen. Die Menschen können die Natur nicht seelenlos machen, die behält schon ihre Seele. Aber sich selber können sie seelenlos machen. Und Homunkulus, der seelenlose Mann, er findet auch ein seelenloses Weib. Homunkulus, dessen Erkenntnis nicht zugänglich ist Seele und Geist, — er wird der seelenlose Mann.

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