{"corpus":"steiner","locus":"GA 168/1916-02-18/p050","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Aber es gibt viele andere Wege, dasjenige, was auf dem physischen Plan ist, als einen Abdruck der geistigen Welt zu erkennen. Und einer der Wege - es können natürlich jetzt nicht alle aufgeführt werden - ist der, daß man das Geistige sucht da, wo es wirkt, zum Beispiel in den Kindern, wo es sich eben entwickeln soll. Und da muß die Pädagogik befruchtet werden. Die Pädagogik wird nur auf einen grünen Zweig kommen, wenn die Menschen dahin gelangen, eine Empfindung, ein Gefühl für das Geistige zu entwickeln, so daß der Lehrer nicht nur nach allerlei Anleitungen Pädagogik treibt, sondern vor allen Dingen davon ausgeht, die werdende Individualität zu beobachten, zu sehen, was sich aus ihr herausentwickeln will. Das muß errungen werden, richtigerrungen werden! Und es ist gut, wenn wir uns, damit wir an dieses Erringen glauben können, aufmerksam machen darauf, daß der Mensch in der Gegenwart eigentlich furchtbar kurzsichtig ist. Er glaubt, daß man es herrlich weit gebracht habe in unserer Zeit, daß man endlich alle die Kindereien früherer Jahrhunderte abgestreift hat. Es ist aber nicht wahr, daß man Vorurteile abgestreift hat. Man hat nur abstreifen müssen - um den physischen Plan deutlich zu sehen und Freiheit zu erlangen - das alte atavistische Hellsehen, und das ist in seinen letzten Ausläufern vor noch nicht so langer Zeit abgestreift worden. Ich konnte vorgestern zu unseren lieben Freunden in Hamburg von einem besonderen Beispiel dieses Hellsehens sprechen. Wenn man Gelegenheit hätte, hier herumzugehen, würde man vielleicht auch ein solches Beispiel finden können. Ich will Ihnen aber das Hamburger Beispiel erzählen; Sie können vielleicht für Kassel ein ähnliches selber suchen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Die Wesensglieder des Menschen im Leben zwischen Tod und neuer Geburt","site_heading":null,"date":"1916-02-18","location":null,"word_count":267,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/168/1916-02-18/p050","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/168/1916-02-18/p050"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/168/1916-02-18/p050","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}