Über Das Ereignis Des Todes Und Tatsachen Der Nachtodlichen Zeit

GA 168/1916-02-22/p008 ·1916-02-22 · original (original)
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Wenn wir von unserem physischen Leib sprechen, müssen wir uns also bewußt werden, daß an ihm vieles Übersinnliche ist, daß seine ganze Bauart übersinnlich ist, daß er aus dem Übersinnlichen heraus gebaut ist und uns nur seine Außenseite zuwendet, wenn wir das betrachten als Ganzes. Wenn wir nun an den Ätherleib kommen, so ist dieser überhaupt nicht mehr für die physisch-sinnliche Betrachtung sichtbar; aber um so wichtiger wird dieser Ätherleib dann, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes gegangen ist. Da ist zunächst in der Zeit, in die wir eintreten in den ersten Tagen, dieser Ätherleib von einer ganz besonderen Wichtigkeit. Aber auch in bezug auf den physischen Leib müssen wir noch lernen umzudenken, richtig lernen umzudenken, wenn wir in dem rechten Maße das ins Auge fassen wollen, was uns nach dem Durchgang durch die Todespforte erwartet. Sie wissen ja, denn das kann noch von der physischen Welt aus beobachtet werden, beim Durchgang durch die Todespforte legt der Mensch seinen physischen Leib, wie man sagt, ab. Er wird übergeben durch Verwesung oder Verbrennung — die beiden Prozesse unterscheiden sich nur durch Zeitlänge - dem Element der Erde. Nun könnte es scheinen, als ob für den, der nun durch die Todespforte gegangen ist, dieser physische Leib als solcher einfach abgetan wäre. Das ist aber nicht der Fall. Der Erde können wir von unserem physischen Leib nämlich nur dasjenige übergeben, was von der Erde selber stammt. Nicht können wir der Erde übergeben von unserem physischen Leib dasjenige, was von dem alten Mondendasein herrührt, was von dem alten Sonnendasein herrührt, von dem alten Saturndasein herrührt. Dasjenige, was von dem alten Saturndasein herrührt, von dem Sonnendasein und vom Mondendasein, ja sogar von einem großen Teil des Erdendaseins noch, das sind übersinnliche Kräfte. Und diese übersinnlichen Kräfte, die in unserem physischen Leib drinnenstecken, von denen sich uns eben nur in der sinnlichen Anschauung, wie ich eben auseinandergesetzt habe, die Außenseite zeigt, diese übersinnlichen Kräfte, wohin kommen denn die, wenn wir durch die Todespforte hindurchgegangen sind? Von unserem physischen Leib, von diesem wunderbarsten Gebilde, das überhaupt in der Welt vorhanden ist zunächst als Gebilde, von unserem physischen Leib wird, wie gesagt, nur dasjenige, was ihm die Erde gegeben hat, der Erde zurückgegeben. Das andere, wo ist es denn, wenn wir durch die Todespforte geschritten sind? — Das andere zieht sich zurück von dem, was in die Erde gleichsam hineinsinkt durch Verwesung oder Verbrennung; das andere wird aufgenommen in das ganze Universum. Und wenn Sie alles, alles, was Sie ahnen können im Umkreis der Erde, mit sämtlichen Planeten und Fixsternen denken, und wenn Sie das möglichst geistig denken, so werden Sie in diesem also geistig Gedachten den Ort haben, wo das Geistige von uns ist. Denn nur ein Stück dieses Geistigen wird abgetrennt, das in Wärme lebt, und das bei der Erde verbleibt. Wärme, unsere innere Wärme, unsere Eigenwärme wird abgetrennt, bleibt bei der Erde. Aber alles dasjenige, was sonst geistig ist am physischen Leib, das wird hinausgetragen in den ganzen Weltenraum, in den ganzen Kosmos.

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