Karmische Wirkungen

GA 168/1916-10-24/p024 ·1916-10-24 · original (original)
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Solche Aussprüche können viele, viele angeführt werden. Seneca, der weise Seneca sagt zum Beispiel: «Viele Gebildete sind es satt, immer dasselbe zu sehen und zu tun, sie hassen das Leben nicht gerade, aber sie empfinden jenen Ekel daran, der unter dem Einflusse der Philosophie immer mehr um sich greift. Sie sagen: wie lange noch immer dasselbe. Diese unerträgliche Selbstverständlichkeit des Aufstehens und Zubettegehens, des Sattseins und Hungrigwerdens, des Kalt- und wieder Warmwerdens. Kein Ding nimmt ein Ende, sondern alles ist im unaufhörlichen Kreisen begriffen. Alles ist Flüchtling und Verfolger zugleich. Der Tag verfolgt die Nacht, die Nacht den Tag. Der Sommer mündet in den Herbst, der Herbst muß dem Winter weichen, und auch des Winters Macht wird gebrochen. Alles geht dahin, um wiederzukehren. Nichts Neues sehe ich, nichts Neues tue ich, dessen ich nicht überdrüssig werde.»

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