Karmische Wirkungen

GA 168/1916-10-24/p027 ·1916-10-24 · original (original)
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Nun nimmt in seiner Art unser Religionsmann die Wendung zur Religion. Und da sagt er, er müsse eine solche Wendung zur Religion nehmen, daß vermieden werden alle falschen Wege, die gegangen werden können. Der Buddhismus, sagt er, habe vermeiden wollen die Konflikte des Lebens dadurch, daß er das Dasein überhaupt überwinden wollte, das physische wie das geistige Dasein überwinden, wegschaffen wollte, wie unser Religionsmann meint, ins wesenlose Nirwana. Plato habe die Lebenskonflikte dadurch wegschaffen wollen, daß durch die Erkenntnis die Materie vollständig überwunden werden soll, der Mensch sich aufschwingt und die Materie wegschafft; der Buddhismus wolle alles Dasein, der Platoniker die Materie wegschaffen. Der Mystiker - und zur Mystik rechnet unser Religionsmann selbstverständlich alles, was sich außer dem, was in seinen Kopf hineingeht, noch in der Welt geltend macht an Bestrebungen, in die geistige Welt hineinzukommen -, der Mystiker, der verleugnet die Individualität. Also: der Buddhist das Dasein; der Platoniker die Materie; der Mystiker die Individualität. Denn unser Religionsmann hat die Vorstellung, daß der Mystiker versucht, sich zu retten von der Sinnlichkeit, dadurch zur Ekstase kommt, seine Individualität aufgibt und im All aufgeht.

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