Die Verbindung zwischen Lebenden und Toten
Die elementarische Welt soll uns die sein, welche wahrgenommen werden kann nur durch das, was wir Imaginationen nennen. Man kann daher auch diese elementarische Welt die imaginative Welt nennen. Für das gewöhnliche Menschenleben ist es so, daß der Mensch seine imaginativen Wahrnehmungen aus der elementarischen Welt unter gewöhnlichen Verhältnissen sich nicht zum Bewußtsein bringen kann. Das besagt aber nicht, daß diese Imaginationen nicht da sind oder daß wir in irgendeinem Augenblicke unseres schlafenden oder wachenden Lebens nicht in Beziehungen stünden mit der elementarischen Welt und Imaginationen von ihr empfingen. Diese Imaginationen fluten wirklich fortwährend in uns unvermerkt auf und ab. Und gerade so, wie wir, wenn wir die Augen aufmachen oder unsere Ohren der Außenwelt darbieten, Farben- und Lichtempfindungen, wie wir Tonwahrnehmungen haben, so haben wir fortwährend Eindrücke der elementarischen Welt, die jetzt in unserem Ätherleibe - Imaginationen bewirken. Diese unterscheiden sich dadurch von den gewöhnlichen Gedanken, daß im Grunde an den gewöhnlichen, alltäglichen menschlichen Gedanken nur das menschliche Haupt beteiligt ist als ein Instrument des Verarbeitens, des Erlebens; bei den Imaginationen jedoch sind wir fast mit unserem ganzen Organismus, aber eben mit unserem Ätherorganismus beteiligt. In unserem Ätherorganismus verlaufen fortwährend diese, wir können sie nennen unbewußten, nur für das geschulte okkulte Erkennen zum Bewußtsein kommenden Imaginationen.
Cite:
GA 168/1916-11-09/p003 · edition original