Die Verbindung zwischen Lebenden und Toten

GA 168/1916-11-09/p012 ·1916-11-09 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Nun müssen wir uns aber klar sein, daß das Bemerken dieser Imaginationen, die aus dem ätherischen Leibe herüberspielen, gewiß von der geistigen Schulung oder von irgendwelchen anderen Verhältnissen abhängt, daß aber das, was nicht bemerkt wird von den Menschen, deshalb nicht minder da ist, und man darf sagen: Die in der physischen Welt hier lebenden Menschen werden nicht nur von den elementarischen Kräften als Imaginationen umspielt, welche von dem physischen Leibe eines lebenden Menschen herrühren, sondern unser ätherischer Leib ist fortwährend durchspielt von Imaginationen, die wir in uns aufnehmen, wenn wir sie auch nicht bemerken, die von denen herrühren, die mit uns in irgendeiner Verbindung standen und die vor uns durch die Pforte des Todes gegangen sind. Wie wir im physischen Leben als physischer Leib mit der uns umgebenden Luft in Verbindung stehen, das darf schon gesagt werden, so stehen wir mit der ganzen elementarischen Welt und auch mit all dem, was in der elementarischen Welt von den toten Menschen ist, in Beziehung. Wir lernen unser Menschenleben niemals kennen, wenn wir keine Erkenntnis erlangen von diesen Beziehungen. Allerdings sind diese Beziehungen so intimer, so feiner Art, daß sie den meisten Menschen wohl recht unbemerkt bleiben. Aber wer wollte denn leugnen, daß schließlich der Mensch zwischen der Geburt und dem Tode nicht immer derselbe ist?

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/168/1916-11-09/p012.json
Cite: GA 168/1916-11-09/p012 · edition original