Die Verbindung zwischen Lebenden und Toten
Diese Dinge sind einfach Wahrheiten, in die wir hineinschauen durch das geistige Anschauen. Nur haben die Menschen, namentlich im heutigen Leben - es war nicht immer so, wer Geschichte geistig studieren kann, weiß es -, ein ganz besonderes Verhältnis zu diesen Wahrheiten: sie fürchten sich nämlich davor, sie fürchten sich vor der Erkenntnis der Wahrheiten; sie haben eine heillose Angst, keine bewußte, aber eine unbewußte Angst. Und diese unbewußte Angst vor der Erkenntnis, wie man drinnensteht in der Welt, wie die geheimnisvollen Zusammenhänge sind nicht nur zwischen Seele und Seele hier in der Welt, sondern zwischen Seele und Seele hier und in der anderen Welt, die hält die Menschen zurück. Es ist das ein Teil dessen, was sie zurückhält instinktiv von der Geisteswissenschaft. Sie fürchten sich, die Wirklichkeit kennenzulernen. Sie ahnen nur nicht, wie sie dadurch, daß sie die Wirklichkeit nicht kennenlernen wollen, störend eingreifen in den ganzen Weltengang und dadurch selbstverständlich störend vor allen Dingen in das Leben, das dann zu durchleben ist zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, wo diese Verhältnisse durchschaut werden müssen.
Cite:
GA 168/1916-11-09/p023 · edition original