{"corpus":"steiner","locus":"GA 168/1916-12-03/p006","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Zunächst möchte ich eine Bemerkung darüber machen, daß eine Wahrnehmung in der elementarischen Welt erst dann beginnen kann, wenn der Mensch sich ganz freizumachen vermag von dem, was ihn zum Erdenmenschen macht. Dieses Freimachen von dem, was den Menschen zum Erdenmenschen macht, das ist im allgemeinen nicht schwierig. Es ist allerdings für den heutigen Menschen schwieriger als für den Menschen der Vorzeit. Wir wissen alle von dem vorzeitlichen atavistischen Hellsehen. Das bestand zum großen Teil darinnen, daß der Mensch sich freimachen konnte von dem, was ihn zum Erdenmenschen macht. Wir sind als Erdenmenschen nur zu einem sehr geringen Teile von fester Materie gebildet. Zum großen Teile bestehen wir aus Flüssigkeit. In dem Augenblicke, wo wir uns emanzipieren können von dem, was fest in uns ist, wo wir uns nur fühlen in unserem Flüssigen, kann schon beginnen das Auftauchen des Imaginativen. Nur das Sein im Festen verhindert eigentlich, daß wir von dem wissen, was durch die imaginative Wahrnehmung als elementarische Welt um uns herum ist. Dieses imaginative Wahrnehmen wird ebenso wiiederkommen, wie es verlorengegangen ist für die Menschheit. Nur ist das verlorengegangene imaginative Hellsehen eine Art unbewußtes, traumhaftes gewesen. Dasjenige, was sich in unserem fünften nachatlantischen Zeitraum nach und nach bilden wird, wird ein vollbewußtes imaginatives Schauen sein. Aber das wird durch ganz naturgemäße Entwickelung sich dem Menschen eingliedern.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Der Zusammenhang des Menschen mit der Geistigen Welt","site_heading":null,"date":"1916-12-03","location":null,"word_count":218,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/168/1916-12-03/p006","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/168/1916-12-03/p006"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/168/1916-12-03/p006","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}