Der Zusammenhang des Menschen mit der Geistigen Welt

GA 168/1916-12-03/p015 ·1916-12-03 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Nun entwickelt sich der Mensch immer mehr und mehr, wenn er die Zeit durchlebt zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, so daß er auch unmittelbar von sich aus auf die Welt hier herunterwirken kann. Und man nimmt wahr, als Einwirkung der hingegangenen Toten, von einer bestimmten Zeit an, daß gewissermaßen ihre Kraftstrahlen in unser Seelenleben eindringen. Aber diese Strahlen, dieses unmittelbare Wirken, das kann sich nicht in unser Vorstellungsleben, in unsere Gedanken direkt hineinleben, sondern das lebt sich mehr hinein in unsere Gewohnheiten, in die Art und Weise, wie wir sind, in die Art und Weise, wie wir hier es treiben; in das strömt hinein dasjenige, was aus den geistigen Welten herunterwirkt und was von denjenigen zu uns kommt, die vor uns durch die Pforte des Todes gegangen sind. Nur müssen wir uns klar sein, daß solches Zusammenwirken der Toten mit den Lebendigen an gar mancherlei Bedingungen gebunden ist. Der Tote ist in einer Umgebung, in welcher Wesen seinesgleichen sind, das heißt auch Seelenwesen, also alle die Wesenheiten, die den höheren Hierarchien angehören bis herunter zum Menschen, und er kann dadurch, daß sein abgelegter Ätherleib ihm der Vermittler ist, auch Wahrnehmungen haben von den Menschen, die hier gewissermaßen ihm verschleiert sind durch den physischen Leib; aber er durchdringt diesen Schleier mit Hilfe seines Ätherleibes. Derjenige, der durch die Pforte des Todes gegangen ist, ist unterworfen den Bedingungen, unter denen man lebt in der seelischen, in der geistigen Welt, er muß sich ihnen fügen. Nun brauche ich nur auf eine Hauptsache hinzuweisen, so wird Ihnen verständlich sein, was eigentlich hiermit gemeint ist. Wir wissen ja: durch die Welt hindurch, in der wir leben, wirken in der mannigfaltigsten Weise luziferische und ahrimanische Kräfte. Würden diese luziferischen und ahrimanischen Kräfte nicht ihre Anziehungskraft auf uns ausüben, so würde dasjenige, was im Menschen zum Ausdruck kommt als unrichtige oder böse Handlungen, eben nicht da sein in der Welt. Das Luziferische und Ahrimanische muß auf den Menschen wirken, muß dem Menschen Gelegenheit geben, ihm zu folgen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/168/1916-12-03/p015.json
Cite: GA 168/1916-12-03/p015 · edition original