Der Zusammenhang des Menschen mit der Geistigen Welt

GA 168/1916-12-03/p032 ·1916-12-03 · original (original)
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Wie schwierig es ist, über gewisse geistige Dinge zu sprechen, das sehen Sie daraus, daß manches, weil man es in physische Vorstellungen kleiden muß, sich geradezu in der entgegengesetzten Weise ausnimmt, und man daher sehr leicht Mißverständnissen ausgesetzt ist. Nicht wahr, man sagt, weil man die Sache zunächst von der physischen Welt ansieht, mit Recht: Der Mensch macht wiederholte Erdenleben durch. - Das ist richtig. Aber warum macht er wiederholte Erdenleben durch? Indem er hier zwischen Geburt und Tod lebt, lebt er ein gewisses Stück Zeit durch. Dann geht er durch die Pforte des Todes in die geistige Welt ein, macht einen Umkreis durch, kommt aber in dem Umkreis wiederum auf dasselbe Stück Zeit zurück. Und immer wiederum, wenn wir ein Leben durchleben, sind wir eigentlich an derselben Weltstelle. Das ist sehr interessant! Im Reiche des Geistes herrscht nicht eigentlich die Zeit, sondern die Dauer. Wir kommen wiederum an dieselbe Stelle zurück. Wir wiederholen tatsächlich in denselben Verhältnissen mit dem, was wir mittlerweile durchgemacht haben, an derselben Stelle der Welt das Leben. Wir gehen immer wiederum zum Ausgangspunkt zurück. Wir vollführen wirkliche Umkreise. Sie werden sagen: das ist schwer vorstellbar. Es ist auch schwer vorstellbar, und ich will unter dem mancherlei leichter Vorstellbaren, was ich heute auch vorgebracht habe, in Ihrem Seelenleben solch eine Sache auch einmal zum Gegenstand Ihrer Meditation machen. Man muß über solche Dinge manchmal lange, lange nachmeditieren, wenn man sie in ihrer vollen Tragweite verstehen will.

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