{"corpus":"steiner","locus":"GA 169/1916-06-27/p008","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nun haben wir aber auch ein anderes Verhältnis, das sehr wichtig ist, das nur nicht so bemerkt wird von uns im Verlaufe unseres gewöhnlichen Lebens. So wie das Ich und der physische Leib Aufbau und Abbau bringen in ihren Verhältnissen, so ist eine ähnliche Wechselwirkung zwischen dem astralischen Leib und dem ätherischen Leib. Nur daß der Aufbau, insofern er aus dem astralischen Leibe stammt, früher abgeschlossen ist im Leben, und der Abbau früher beginnt. Denn dasjenige, was unser astralischer Leib abbaut in unserem Ätherleib, hängt im wesentlichen zusammen mit unserem Schwächerwerden im Verlauf des Lebens und, wenn wir ganz schwach geworden sind, mit unserem Sterben. Der astralische Leib in bezug auf den Ätherleib hängt im wesentlichen mit dem Tode zusammen. Wir können sterben dadurch, daß unser astralischer Leib nach und nach die Kräfte des ätherischen Leibes aufzehrt, und der ätherische Leib wiederum den physischen Leib aufzehrt. So daß wir gewissermaßen auch zwischen dem ätherischen Leib und dem astralischen Leib im Leben ein Aufbauen und wieder Abbauen, wenn auch nicht in so schneller Aufeinanderfolge, so doch in einem gewissen Rhythmus, zu beobachten haben. Nun beobachten wir: Wenn wir uns zu stark anstrengen in unserer Ich-Tätigkeit, so schadet uns das. Das ist leicht begreiflich aus dem Grunde, weil ja die Ich-Tätigkeit ein Abbauen ist. Bauen wir zu viel ab, so schwächen wir unseren Organismus in einer sehr sichtbaren Weise. Dieses Schwächen des Organismus in der sehr sichtbaren Weise durch die Ich-Tätigkeit ist es ja, was äußerlich sehr leicht auffällt. Aber es kann auch eine Schwächung eintreten des ätherischen Leibes durch den astralischen Leib. Da ja der astralische Leib gewissermaßen der Verzehrer des ätherischen Leibes ist, wie wir gerade gesehen haben, so kann da eine Art Verzehrung über das Maß hinaus eintreten. Die gewöhnlichste Erscheinung dieser Art ist ja dann vorhanden, wenn wir so leben, daß unser astralischer Leib, der Träger der Leidenschaften, der Träger der Affekte, zu stark in Anspruch genommen wird. Sie wissen, das gibt dauernde Schwächungen des Menschen. Diese Schwächungen treten ein eben durch das Verzehren des ätherischen Leibes durch den astralischen Leib.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Die Wechselwirkungen zwischen den Gliedern des menschlichen Organismus","site_heading":null,"date":"1916-06-27","location":null,"word_count":343,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/169/1916-06-27/p008","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/169/1916-06-27/p008"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/169/1916-06-27/p008"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}