Fünfter Vortrag

GA 170/1916-08-06/p004 ·1916-08-06 · original (original)
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Denken wir daran, daß der Mensch durch die Geburt, oder sagen wir durch die Empfängnis hereintritt in das physische Leben, in das Leben, das er zubringt zwischen der Geburt und dem Tode auf dem physischen Plane. Denken wir daran, wie der Mensch in dieses physische Leben eintritt, so wie wir es die Jahre her dargestellt haben. Wir wissen ja, daß der Mensch in gewissem Sinne ein Zusammenfluß ist der niederen Naturreiche — des mineralischen, des pflanzlichen, des tierischen Reiches —- und sich über diese drei Reiche, die in ihm gleichsam zur Symbiose verbunden sind, dann erhebt. Aber er wächst als geistig-seelisches Wesen in diese drei Reiche hinein. So daß wir sagen können: Der Mensch wächst, indem er heruntersteigt zum physischen Plan, in das mineralische, pflanzliche, tierische Reich hinein und wird Mensch. Nun steigt er ja nach dem Tode wieder hinauf. Für die geistige Anschauungsweise ist etwas Ähnliches der Fall: So wie dieses Hineinwachsen in die Reiche des physischen Daseins geschieht, vollzieht sich etwas sehr Ähnliches im Geistgebiete. Sie müssen bei all solchen Darstellungen, die ich da gebe, sich natürlich immer klar sein, daß alles das, was wir schon gesagt haben über das Hineinwachsen des Menschen in die geistige Welt nach dem Durchgang durch die Todespforte, bestehen bleibt, und daß dieses, was wir als weitere Ausführungen an uns herantreten lassen, eben nur noch dazu gilt. So daß wir sagen können: Der Mensch wächst hinein in die geistige Welt so, daß ihn aufnimmt das moralische Reich, das ästhetische Reich, das Weisheitsreich oder Wahrheitsreich. Nur natürlich, wenn wir im Leben hier sprechen vom moralischen Reich, von dem Reich des Guten, vom ästhetischen Reich, dem Reich des Schönen und dem Reich der Wahrheit, der Weisheit, dann meinen wir die Dinge mehr oder weniger abstrakt. In der geistigen Welt aber sind die Kräfte, in die der Mensch da hineinwächst, und die er wieder verläßt, wenn er ins physische Dasein kommt, ganz konkret, sind wirkliche geistige Daseinsformen. Wir fassen sie nur mit solchen Namen zusammen. Dasjenige nun, was den Menschen aufnimmt, wenn er in die geistige Welt hinaufkommt, das ist gewissermaßen wie in Resten in seiner Aura hier auf der Erde vorhanden. Der Mensch wächst als physisches Wesen auf dem physischen Plan hinein ins mineralische, ins pflanzliche, ins tierische Reich, nachdem er das Reich der Weisheit, der Schönheit, der Moralität verlassen hat. Aber die Herunterstrahlungen dieser drei geistigen Reiche, die gehen noch hinein in seine Aura; so daß der ganze Mensch, wenn wir den Geistesteil des Menschen eben zum Menschen hinzunehmen, erstens in dem lebt, was er mineralisch, pflanzlich, tierisch, physisch-menschlich ist, und ferner auch in dem, was ihn gewissermaßen umschwebt, durchstrahlt, durchwebt aus den drei geistigen Reichen herunter, die ihn überstrahlen, überleuchten. Nun können wir uns durch eine Art schematischer Zeichnung, die aber, wie gesagt, eben nur eine schematische Zeichnung sein soll, versinnlichen, wie das nun eigentlich ist, was da mit der Natur des Menschen zusammenhängt. Was ich jetzt aufzeichnen werde, ist durchaus schematisch, aber es kann Ihnen viel erklären, wenn Sie es gründlich betrachten. Damit wir möglichst klar die Dinge haben, will ich einmal alles das, was zum Ich gehört, in dieser Weise darstellen (grün). Alles, was zum astralischen Leib gehört, gelb, alles, was zum ätherischen Menschen gehört, lila, was zum physischen Menschen gehört, rot. (Siehe Zeichnungen Seiten 78, 81, 82.)

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Cite: GA 170/1916-08-06/p004 · edition original